
Auf dem Boden, wenn die Aushärtung noch nicht abgeschlossen ist, liegt das Problem nicht in der Tinte – sondern in dem öligen Rauch sowie den Partikeln, die die Lamellen und Reflektoren bedecken. Diese Schicht absorbiert das UV-Licht, bevor es das Substrat erreichen kann. Zudem wird das verbleibende Licht gestreut, wodurch die maximale Strahlungsintensität an der Stelle der Aushärtung sinkt. Die Folgen sind genau das, was man erwarten würde: Resthaftigkeit der Tinte, schlechte Haftung sowie längere Stillstandzeiten.
Was wirklich wichtig ist Eine geeignete UV-Aushärtungslampe für die industrielle Drucktechnik sollte einen Quecksilberdampflampentyp sein, der eine stabile Spektralausbeute über die für die Photoinitiatoren notwendigen Wellenlängenbereiche – 260–280 nm, 313 nm, 365 nm und 405 nm – gewährleistet. Es ist notwendig, dass auf der Aushärtungsstelle ausreichend Strahlungsintensität vorhanden ist, damit die Vernetzung in Millisekunden stattfinden kann. Deshalb werden Quarzgehäuse, mit Dichroitbeschichtungen versehene Reflektoren sowie eine kontrollierte Bogenlänge verwendet, um die Ausbeute auf dem gewünschten Niveau zu halten. Die Ausbeute wird mit einem Spektralradiometer in mJ/cm² gemessen. Wenn dieser Wert sinkt, sollte man zunächst die Lamellen und Reflektoren überprüfen. In der Regel ist das die Ursache des Problems – nicht die Tinte.
Warum das bei verschiedenen Druckverfahren gilt Offset-, Flexo-, Siebdruck- und Tiefdruckmaschinen können alle mit derselben Lampe betrieben werden – vorausgesetzt, die Bogenlänge, die Anordnung der Komponenten sowie die Kühlmethode passen zur Maschine. Hochdruck-Quecksilberlampen liefern das breite UV-Spektrum, das für die meisten Radikal- und Kationentinten erforderlich ist. Zudem reduzieren ozonfreie Designs die Wartungskosten in engen Räumen. Wenn die Oberfläche der Lampe sauber bleibt, kann die geplante Strahlungsintensität wieder erreicht werden, die Aushärtungsenergie stabilisiert werden und die Lebensdauer der Lampe verlängert sich. Allein durch ordnungsgemäße Reinigung kann die Lebensdauer der Lampe um etwa 30 % verlängert werden.
Die Details, die Probleme verhindern Eine richtige Abstimmung der Komponenten ist unerlässlich. Offsetdruckmaschinen benötigen in der Regel höhere Geschwindigkeiten und daher auch eine höhere Strahlungsintensität. Siebdruckmaschinen wiederum benötigen oft eine tiefere Penetration in dicke Tintenschichten. Überprüfen Sie daher die Bogenlänge, die Leistungsintensität sowie den Anschlusstyp entsprechend Ihrer Aushärtungsanlage. Stellen Sie außerdem sicher, dass die Geometrie des Reflektors für die jeweilige Aufgabe geeignet ist.
Eine wichtige Regel: Reinigen Sie die Lampe nur nach vollständiger Abkühlung – und zwar nur mit Lösungsmitteln, die weder das Quarz noch die Beschichtungen des Reflektors beschädigen. Andernfalls besteht die Gefahr von Kratzern, Beschädigungen der Beschichtungen sowie einer ungleichmäßigen Strahlungsintensität, was zu erheblichen Problemen führen kann.