
Verständnis der Hochdruck-Quecksilber-UV-Lampen
Wenn man von rohem Stoff zu einem fertigen Kleidungsstück gelangt, finden im Hintergrund viele chemische Prozesse statt. Für uns sind Hochdruck-Quecksilber-Lampen das „Geheimnis“ hinter dieser Prozessabwicklung. Sie sorgen dafür, dass Tinten, Klebstoffe sowie spezielle Beschichtungen richtig aushärten können.
Die Funktionsweise dieser Lampen
Diese Lampen geben ein breites Spektrum an UV-Strahlung ab – hauptsächlich im UVC- und UVB-Bereich. Bei der Auswahl einer Lampe achten wir auf die Leistung in Watt sowie die Länge des Lichtbogens. Warum? Weil dies mit der Geschwindigkeit des Transportbandes übereinstimmen muss.
Stellen Sie sich das so vor: Je höher die Leistung ist, desto mehr Energie trifft auf den Stoff. Wenn Sie die Geschwindigkeit des Transportbandes erhöhen möchten, ohne dass die Harze weiterhin weich bleiben oder unvollständig aushärten, brauchen Sie einfach mehr Leistung.
Es handelt sich dabei um einfache physikalische Prinzipien: Die elektrische Entladung aktiviert das Quecksilberdampf, wodurch Photonen freigesetzt werden, die den Aushärtungsprozess auslösen. Wenn Sie die Geschwindigkeit des Transportbandes erhöhen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder erhöhen Sie die Leistung oder bringen Sie die Lampe näher zum Stoff. So einfach ist das.
Wie diese Lampen tatsächlich gebaut sind
Wir verwenden hochreinen fusionierten Quarz für die Gehäuse dieser Lampen. Es handelt sich dabei um das einzige Material, das es ermöglicht, dass die kurzwelligen UV-Strahlen hindurchgehen, ohne dass alle Energie absorbiert wird. Damit das Licht tatsächlich auf den Stoff trifft, werden die Lampen in Aluminiumreflektoren eingebaut, die den Lichtstrahl direkt nach unten lenken.
Etwas, worauf man achten muss, ist die Verkabelung. Man benötigt einen präzisen Ballast. Diese Lampen sind nicht „intelligent“ – sie besitzen keine Selbstbeschränkungsfunktionen. Wenn man keinen geeigneten Ballast verwendet, zieht die Lampe weiterhin Strom, bis sie schließlich ausfällt. Und das passiert ziemlich schnell.
Praktische Anwendung und die damit verbundenen Herausforderungen
In einer Fabrik werden diese Lampen meist für drei Hauptzwecke eingesetzt:
*Tiefdruckdruck: Damit die UV-Tinten oder Plastisolien sofort aushärten können.
*Funktionalen Beschichtungen: Um Eigenschaften wie Wasserdichtigkeit oder Brandbeständigkeit zu erzielen.
*Klebstoffe: Damit synthetische Überzüge sofort haften können.
Aber hier kommt das Problem: Diese Lampen sind zwar leistungsfähig, doch sie erzeugen viel Wärme – im Bereich der Infrarotstrahlung. Man muss daher die Kühllüfter sowie die Abgasanlagen genau richtig einstellen. Andernfalls können die synthetischen Fasern beschädigt werden oder es kommt zu unerwünschten Schrumpfungen. Es handelt sich dabei um ein ständiges Gleichgewicht – man muss versuchen, den Stoff so schnell wie möglich zu härten, ohne ihn dabei zu zerstören.